• Alle Bestellungen bis 24.12.2019 mit verlängertem Rückgaberecht bis zum 15.01.2020.

Disc Golf

Bild: 22145950 © Jari Hindström - istockphoto.com

Im Gegensatz zu anderen Golf-Varianten, sind die Unterschiede zwischen Discgolf und normalem Golf gewaltig. Statt einem Ball wird eine Frisbee (Wurfscheibe) verwendet, einen Schläger braucht man also ebenfalls nicht. Das Ziel ist kein Loch, sondern ein Fangkorb. Die einzige verbliebene Gemeinsamkeit ist, dass ein Projektil in einem Ziel untergebracht werden muss. Eine faszinierende, junge Sportart mit mehr und mehr Anhängern.

In den Beiträgen zu Crossgolf, Bürogolf und Swingolf wurden bereits interessante Varianten des Golfsports, die gerade im Trend sind, näher beleuchtet. Hier soll nun der Blick auf eine weitere Abwandlung des populären Sports gerichtet werden, Discgolf.

Scheibe statt Ball

Im Gegensatz zu allen anderen an Golf angelehnten Sportarten, erkennt man beim Discgolf den Bezug zum herkömmlichen Golf nicht auf Anhieb. Das liegt vor allem daran, dass es weder Ball noch Schläger gibt. Das Sportgerät ist eine Frisbee, also eine Scheibe (englisch „Disc“, daher der Name Discgolf). Gespielt wird auf Kursen (Courses) mit jeweils typischerweise 18 Bahnen. Gewonnen hat am Ende derjenige Spieler, der alle Bahnen erfolgreich absolviert hat und dafür die wenigste Anzahl von Würfen gebraucht hat. Eine Bahn ist dann beendet, wenn die Scheibe im Fangkorb untergebracht wurde. Dabei gibt es festgelegte Abwurfzonen für jede Bahn. Genau wie beim herkömmlichen Golf, wird nach dem ersten Wurf von dort aus weitergespielt, wo die Scheibe liegen geblieben ist.

Korb statt Loch

Der Fangkorb, meist aus Metall, ist eine spezielle Konstruktion, die aus zwei Ebenen besteht (s. Abbildung). Auf einer Metallstange befestigt, befindet sich die untere Ebene etwa auf Hüfthöhe. Sie dient dazu, die Frisbee aufzufangen. Bleibt die Frisbee hier liegen, ist die Bahn erfolgreich absolviert. Gäbe es allerdings nur diesen Teller zum Auffangen, wäre der Schwierigkeitsgrad allerdings selbst für geübte Werfer viel zu hoch. Daher befindet sich darüber noch eine zweite Ebene. Diese besteht aus einem Ring von welchem Metallketten herunterhängen. Unten sind diese Ketten lose an der Stange in der Mitte befestigt. Insgesamt erinnert die gesamte Konstruktion von weitem an ein Sektglas. Diese Ketten sorgen dafür, dass geworfene Scheiben abgebremst werden und vom Fangkorb tatsächlich „gefangen“ werden.

Der Trendsport aus Amerika

Wie die meisten Frisbee-Sportarten (z. B. auch Ultimate Frisbee), wurde Discgolf in den 70er Jahren in den USA entwickelt. Seitdem erfreut sich dieser junge Sport auch in Deutschland einem stetig wachsenden Interesse. Neben der Anzahl an aktiven Spielern wächst auch die Zahl von Kursen und Fans konstant. Offizielle sportliche Wettbewerbe in Deutschland sind die deutsche Meisterschaft und die German Tour.

Wer nun Lust hat, auszuprobieren, ob dieser Sport vielleicht der richtige ist, kann sich entweder auf die Suche nach einem Discgolf-Kurs in der Umgebung machen, oder aber einfach mit einer Mülltonne oder einem ähnlich schwierig zu treffenden Ziel üben. Als Equipment reicht dann eine Frisbee bzw. Wurfscheibe aus.