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Golfschläger
Golfschläger stellen einen wichtigen Teil der Ausrüstung des Golfers dar. Ohne Schläger wird es sehr schwer, den Ball zu bewegen. Von den regularischen Problemen einmal ganz zu schweigen. Dem Bereich Golfschläger widmen wir uns aus diesem wichtigen Grund an dieser Stelle. Wir versuchen, Ihnen sämtliche Fakten und Aspekte aufzuzeigen, die es Ihnen erleichtern, eine Entscheidung für bestimmte Golfschläger zu treffen. Wir gehen dabei auf die Konstruktion der verschiedenen Golfschläger, ebenso wie den Unterschied zwischen Anfänger Golfschlägern und Fortgeschrittenen Golfschlägern ein. Ausserdem beleuchten wir die Unterschiede zwischen angepassten, also Custom Fit Golfschlägern und solchen in Standard-Ausführung, als auch die Differenzen zwischen No-Name- und Marken Golfschlägern. Die Übersicht am Ende dieses Artikels verdeutlicht die Entwicklung, die sich über die vergangenen Jahre in der Golfschläger Konstruktion abgezeichnet hat.
Golfschläger Arten
Der Bereich Golfschläger wird in verschiedene Subkategorien
unterteilt. Golfschläger ist nicht gleich Golfschläger. Die
grundlegendsten Unterscheidung findet hinsichtlich der Art, und somit
hinsichtlich des Verwendungszwecks statt. Für den Abschlag werden andere
Golfschläger benötigt, als etwa für das Einlochen des Balles.
Eisen
Die Golfschläger Kategorie Eisen umfasst Schläger, die vornehmlich für
Angriffsschläge, also Schläge, die den Ball auf das Grün befördern
sollen, konzipiert wurden. Der Schlägerkopf dieser Golfschläger ist
zumeist aus Stahl gefertigt, daher der Name "Eisen". Die Schlägerköpfe
der Eisen sind hinsichtlich Ihrer Tiefe nicht sehr ausgeprägt. Dies
ermöglicht den Einsatz dieser Golfschläger auch in unwegbarerem Gelände,
wie Rough oder Semi-Rough. Charakteristisch für den Ballflug der Eisen
ist eine eher hohe Flugkurve. Aufgrund der Gewichtsverteilung dieser
Golfschläger wird der Golfball mit relativ viel Backspin geschlagen -
was ihn nach dem Aufkommen nur noch ein kurzes Stück rollen lässt.
Dieser Umstand ist gerade bei Schlägen ins Grün überaus gewollt. Weitere
Einsatzbereich für diese Golfschläger sind auch Transportschläge auf
dem Fairway. Aufgrund ihrer Flugbahn sind sie hierfür allerdings nicht
die erste Wahl. Andere Golf Schläger Arten erfüllen diesen
Verwendungszweck besser.
Hölzer und Driver
Der Anwendungsbereich dieser beiden Golfschläger ist klar die
Distanzüberbrückung. Der Driver wird aufgrund seines großen Kopfes nur
für den Abschlag verwendet. Ein langer Schaft wirkt bei diesem
Golfschläger im Zusammenspiel mit einem großvolumigen Schlägerkopf mit
durchschlagendem Ergebnis. Der Ballflug ist mit dem Driver
längenoptimiert. Mit dem Driver geschlagene Bälle weisen in der Regel
eine relativ flache Flugkurve mit wenig Backspin auf. Dieser Umstand
lässt mit diesem Golfschläger geschlagene Bälle nicht nur weit fliegen,
sondern im Anschluss auch noch weit rollen. Die Rollphase beträgt bei
einem passenden Driver etwa 20-30% der Gesamtstrecke. Für Schläge, die
vom Fairway, also ohne die Verwendung eines Tees ausgeführt werden, ist
eine Abwandlung des Drivers erhältlich. Diese Golfschläger werden unter
der Bezeichnung Fairwayholz geführt. Ähnlich dem Driver, erzeugen diese
Golfschläger eine flache Flugbahn mit wenig Backspin und langem Rollweg.
Der Einsatzbereich der Fairwayhölzer liegt damit auf dem Fairway, bei
Schlägen, die nicht das Grün attackieren sollen. Grundsätzlich kommen
die Golfschläger der Kategorie Fairwayhölzer und Driver überall dort zum
Einsatz, wo die Schlagweite maximiert werden soll, um möglichst viel
Distanz zu überbrücken.
Wedges
Eigentlich eine Unterkategorie der Golfschläger Art "Eisen". Wedges
sind Golfschläger mit einer Schlägerkopf-Konstruktion, die den Eisen
sehr ähnlich ist. Allerdings ist der Loft, also der Winkel der
Schlagfläche sehr Flach und der Schaft sehr kurz. Bei diesen
Golfschlägern ist das Resultat ein sehr hoher Ballflug mit sehr viel
Backspin. Bei guten bis sehr guten Spielern sind die mit diesen
Golfschläger Modellen ausgeführten Schläger sehr gut dosiert und
kontrolliert. Perfekt sind Wedges geeignet, um den Ball vom Fairway auf
das Grün, im besten Falle sehr nah an die Fahne zu schlagen. Wedges
können wohl als eine der wichtigsten Golfschläger Kategorien angesehen
werden. Je mehr Präzision bei der Annäherung erfolgt, desto mehr erhöht
sich die Chance mit einem niedrigen Score die Bahn zu verlassen. Apropos
Verlassen der Bahn: Der wohl am häufigsten auf der Runde verlorene
Golfschläger ist das Sandwedge. Um Wege zu sparen wird nach dem
Abstellen des Golfbags hinter dem Grün für den Schlag aus dem Bunker
oder den Chip ins Grün neben dem Putter auch ein Wedge mitgeführt. Da
das Wedge beim Putten auf dem Grün nichts verloren hat, wird der
Golfschläger meist ausserhalb des Grüns abgelegt. Nach erfolgreichem
Putt gerät der im Gras liegende Golfschläger dann schnell in
Vergessenheit. In dieser Situation helfen nur zwei Dinge: Entweder Sie
achten gut auf Ihre Ausrüstung, oder Sie hoffen darauf, dass ein
freundlicher Golfer Ihren Golfschläger findet und im Clubhaus abgibt.
Putter
Die Aufgabe dieser Golfschläger besteht einzig im Einlochen des
Balles. Der Putter ist damit Ihr wichtigster Golfschläger. Diesem
sollten Sie besondere Aufmerksamkeit schenken. Mit keinem anderen
Golfschläger machen Sie auch nur annähernd viele Schläge auf der Runde.
Der Putter muss zum Spieler passen, er muss ihm vertauen. Besonders
wichtig ist beim Putter, dass die Distanz gut kontrollierbar ist. Ein
Putt, der zwar eine gute Richtung hatte, aber drei Meter hinter das Loch
gelaufen ist, bringt mehr Frust als Vergnügen. Unser Rat: Achten Sie
peziell bei diesem Golfschläger darauf, dass Sie sich mit ihm
"wohlfühlen". Bei keinem anderen Golfschläger spiel die Optik, also das
Design eine ähnlich wichtige Rolle. Die Gestaltung des Putters muss
ihnen zusagen.
Rescue Schläger / Hybride
Die neueste Kategorie Golfschläger sind unzweifelhaft die Hybride oder
Rescue Schläger. Das Kenzept hinter dieser Golfschläger Mischform wird
schon beinahe durch die genaue Betrachtung der beiden Sysnonyme
deutlich: Hybrid: Als Mischform aus den beiden Kategorien Eisen und
Fairwayholz vereinen diese Golfschläger verschiedene Vorzüge.
Rescue-Schläger: Die Vereinigung der vorteilhaften Eigenschaften von
Eisen und Fairwayholz machen diesen Golfschläger in nahezu allen
Spielsituationen einsetzbar, mitunter auch in Situationen, in denen es
vermeintlich keine "Rettung" gibt. Wir wollen die Konstruktion dieses
Golfschlägers ein wenig näher beleuchten. Der Schlägerkopf eines Rescue
Schlägers siht auf den ersten Blick aus, als wäre ein
Fairwayholz-Schlägerkopf ein wenig geschrumpft. Der kleinere Kopf wurde
aber mit mehr Gewicht im Sohlenbereich versehen. Die Kombination eines
voluminösen Schlägerkopfes (für Fehlertoleranz und Weite) mit einem
Eisen-typischen, niedrigen Schwerpunkt (für Kontrolle) führt bei diesem
Golfschläger zu extremem Erfolg. Der Schaft ist etwas kürzer als der
eines Fairwayholzes. Dadurch fühlt sich der Golfspieler mit diesem
Golfschläger sicherer, da er näher am Ball steht. Die Einsatzbereiche
für die Hybride sind weit gestreut. Diese Golfschläger eignen sich für
Angriffsschläge, Schläge aus dem Rough, als auch für den Abschlag. Die
konstanten Flugergebnisse entschädigen meist für die reduzierte Länge im
Vergleich zum eigentlich für die Spielsituation "optimalen"
Golfschläger.
Golfschläger Materialien
Ein Golfschläger besteht aus verschiedenen Komponenten, die am Ende
dann den fertigen Schläger ergeben. Gemein ist allen Golf Schlägern
allerdings die Anzahl und Art der Komponenten. Diesen sind Schlägerkopf,
Schaft und Griff. Die einzelnen Komponenten eines Golfschlägers werden
im Folgenden näher beleuchtet.
Golfschläger Schlägerköpfe
Wichtiges Element aller Golfschläger ist der Schlägerkopf. Er befindet
sich am Schaft und sollte der einzige Teil sein, der den Ball beim
Schlag trifft. Abhängig von der Art des Golfschlägers (Eisen,
Fairwayholz, Putter, etc.) ist der Schlägerkopf unterschiedlich
gestaltet. Mit Ausnahme des Putters weist die Schlagfläche (der Teil,
der den Ball trifft) kleine Rillen auf, um dem Ball Rotation mitzugeben
und einen konstanten Ballflug zu ermöglichen. Abhängig von der
gewünschten Flugbahn, die der jeweilige Golfschläger erzeugen soll,
besitzen die Schlägerköpfe unterschiedliche Formen und Volumen.
Grundsätzlich lässt sich allerdings verdichten: Je flacher und weiter
der Golfball geschlagen werden soll, desto größer ist der Schlägerkopf
des Golfschlägers.
Golfschläger Loft und Lie-Winkel
Zwei Werte charakterisieren den Schlägerkopf eines Golfschlägers. Loft
bezeichnet dabei die Neigung der Schlagfläche. Der Loft wird bei
Golfschlägern größer (oder auch "flacher"), je kürzer die beabsichtigte
Schlagdistanz ist. Bei einem Driver (maximale Schlagweite) sind Lofts um
11° üblich, ein Sandwedge (sehr kurze Annäherungsschläge) weist i.d.R.
56° Loft auf. Der Lie-Winkel beschreibt den Winkel, der sich aus der
Relation Schlägerkopf-Sohleund Schaft ergibt. Dieser Wert eines
Golfschlägers verhält sich identisch zur Entwicklung des Lofts. Mit
kürzer werdendem Schaft (und damit Schlagweite) wird der Winkle des Lies
steiler. Golfschläger für große Schlagdistanzen weisen flachere
(niedrigere) Liewinkel auf als Golfschläger für kurze Schlagdistanzen.
Golfschläger Schaft und Schaftflex
Die zweite Komponente eines Golfschlägers ist der Schaft. Dieser
verbindet den Schlägerkopf mit dem Griff. Unterschiedliche Modelle und
MAterialien ermöglichen es, den Schaft perfekt auf den Schlägerkopf
abzustimmen und somit den Erfolg des jeweiligen Golfschlägers zu
maximieren. Bei bestimmten Golfschlägern kommt nahezu ausschliesslich
Graphit als Schaftmaterial zum Einsatz. Überall, wo Schlagweite die
wichtigste Rolle spielt, werden Graphitschäfte bei Golfschlägern
präferiert. So werden Hölzer, Hybride und Eisen häufigst mit Schäften
aus Graphit kombiniert. Stahlschäfte sind dagegen bei Golfschlägern zu
finden, bei denen die Genauigkeit und Konrolle Priorität besitzen.
Eisen, Wedges und Putter sind hierfür die passenden Bespiele. Neben der
Wahl des Schaftmaterials ist überdies die Flexibilität des Schaftes für
den Erfolg eines Golfschlägers verantwortlich. Abhängig vom Spieler
können so durch die Wahl eines weicheren oder härteren Schaftes die
Flugeigenschaften, die der Golfschläger hervorruft, beeinflusst werden.
Im Idealfall wird ein Schaftflex gewählt, der Kontrolle und Distanz des
Golfschlägers optimal auf den Spieler abstimmt und so das Ergebnis
maximiert.
Golfschläger Griffe
Die Griffe stellen den Punkt dar, an dem der Golfer mit dem
Golfschläger in Kontakt steht. Unterschiedliche Materialien und Stärken
bieten eine Vielzahl von Anpassungsmöglichkeiten. Wenn Sie den passenden
Griff gefunden haben, mit dem Sie sich wirklich wohlfühlen, sollten Sie
darauf achten, das identische Griffmodell auch auf alle anderen
Golfschläger anbringen zu lassen (mit Ausnahme des Putters).

