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Golfeinstieg Folge 10 - Platzreife? Platzerlaubnis? Was?

Golfeinstieg Folge 10 - Platzreife? Platzerlaubnis? Was? - Golflaedchen.de

Inhalt

Platzreife? Platzerlaubnis? Was?

Nach dem Schnupperkurs mache ich die Platzreife. Das war der Plan. Doch nach den ersten Recherchen war sehr schnell klar, dass es verschiedene Kursangebote gibt. Nur welches ist das richtige für mich?

Theoretisch sind die Begriffe „Platzreife“ und „Platzerlaubnis“ als Synonyme zu verstehen. Das war zumindest mein anfängliches blauäugiges Verständnis. In der Praxis muss allerdings offenbar unterschieden werden, da es von Anbieter zu Anbieter mitunter deutliche Unterschiede in der Interpretation und der Verwendung dieser Begriffe gibt.

Worauf also achten auf der Suche nach dem richtigen Golfclub für den Einstieg in den Golfsport? Mir persönlich war, als ich die Webseiten der Golfplatzbetreiber in meiner Nähe durchstöberte, nicht immer auf Anhieb klar, was mir da gerade angeboten wurde …

Sinn und Zweck einer Spielerlaubnis

Am besten fange ich von vorne an. Die Platzerlaubnis im eigentlichen Sinn, soll sicherstellen, dass man weiß was man tut, wenn man sich auf einem Golfplatz bewegt. Kein Golfclub der Welt sieht es gern, wenn Spieler orientierungs- und ahnungslos auf der Anlage herum stolpern und den Spielbetrieb aufhalten oder, noch schlimmer, sogar den Platz beschädigen.

Vor diesem Hintergrund macht es durchaus Sinn, Aspiranten, die ernsthafte Absichten hegen das Golfspielen zu lernen, eine Art Mini-Ausbildung durchlaufen zu lassen. Es werden grundlegende Kenntnisse zum Regelwerk und der Etikette in einem theoretischen und einem praktischen Teil vermittelt und am Schluss geprüft. Hat man diese Prüfung erfolgreich abgelegt, bekommt man Erlaubnis zum Golfspielen: landläufig mit „Platzreife“ betitelt.

Alles nur Synonyme?

Doch weder ist die Platzreife immer gleich Platzreife noch die Platzerlaubnis gleich Platzerlaubnis. Auf den Internetseiten der Golfclubs kursieren neben Platzreife und Platzerlaubnis (Abkürzung „PE“) auch noch weitere Begriffe wie DGV-Platzreife, Spielerlaubnis, Spielberechtigung oder Kurzplatzreife.

Es gibt zahlreiche Angebote, in denen zwar mit unterschiedlichen Begriffen geworben wird, letztendlich aber das gleiche gemeint ist. Nämlich ein Kurs der zum Spielen auf einem richtigen Golfplatz befähigt. Das ist allerdings nicht immer der Fall.

Vorsicht: Kleingedrucktes!

Es ist zwar nicht immer tatsächlich auch klein gedruckt, und doch gibt es sie: die Einschränkungen, die nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen sind – gerade für Anfänger. Die Einschränkungen betreffen teilweise den zeitlich limitierten Umfang des Kurses, die Termine oder gar die Gültigkeit auf nicht-clubeigenen Plätzen.

An dieser Stelle muss dann jeder Anfänger für sich entscheiden, wo seine persönlichen Anforderungen liegen. Für mich gilt deshalb: Augen auf bei der Buchung des richtigen Kurses.

Fazit: Für jeden etwas dabei

Letztendlich lässt sich also sagen: Unter den vielen verschiedenen Angeboten ist sicherlich für jeden Anfänger etwas dabei, das seinen Vorstellungen und Anforderungen an einen „Platzreifekurs“ erfüllt.

Denjenigen, die gleich den großen Wurf machen wollen, empfehle ich persönlich eine DGV-Platzreife. Sie orientiert sich an den offiziellen Empfehlungen des Deutschen Golf Verbands und wird auf den meisten Golfplätzen deutschlandweit akzeptiert.

Die unterschiedlichen Kurse im Überblick

Die Unterschiede der Kursangebote zeigen sich mitunter im Detail. Jeder sollte sich überlegen welche Lösungen die richtige für ihn oder sie und alle Erwartungen erfüllt.

DGV-Platzreife* Platzreife / Platzerlaubnis (PE) / Spielerlaubnis Kurzplatzreife
Kursumfang • Die Kursinhalte variieren, enthalten allerdings immer das Training unter Anweisung eines Golf-Pro. • Teilweise sogar inkl. Theorieeinheiten • Lernplattform rules4you.de inkl. App für iPhone und Android Golfanlagen und -schulen, die nicht dem DGV angehören, entscheiden eigenständig welche Inhalte vermittelt und geprüft werden sollen. Daher kann es deutliche Unterschiede in Umfang und Prüfungsleistung geben. Es gibt keinen einheitlichen Standard, der auf anderen Plätzen vorbehaltlos akzeptiert wird. Vorsicht vor Angeboten zur Erlangung einer „Kurzplatzreife“. Er berechtigt nur zum Spiel auf einem Kurzplatz. In den meisten Fällen sind Kurzplätze öffentliche Plätze, die auch ohne Prüfung bespielt werden dürfen.
Prüfungsleistung • Demonstrationsloch: Verhalten auf dem Platz wird simuliert • Theorie: 30 Multiple-Choice-Fragen innerhalb von 30 Minuten • Praxis: Spiel über 9 Löcher auf einem normalen Platz Inhalte und Prüfungsanforderungen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. In der Regel keine umfassende Prüfung für das Spiel auf regulären Golfplätzen.
Ergebnis Prüfungsbestätigung in Form einer Urkunde oder Karte vom DGV als Bescheinigung zur Vorlage auf den meisten Golfplätzen in Deutschland. Spielberechtigung auf den jeweiligen clubeigenen Anlagen. Spielberechtigung nur auf einem Kurzplatz.

* Änderungen vorbehalten. Aktuelle Informationen auf www.golf.de/publish/golfeinstieg/platzreife